Frühjahrstagung – Aufbruch, Abschied und Weiterbildung

Tagung der Jugendoffiziere 2016Strausberg – Einmal im Jahr belegen die Jugendoffiziere das Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr in Strausberg und kommen zum Netzwerken, intensiven Austausch und zur Weiterentwicklung der eigenen Tätigkeit zusammen. Höhepunkt der Woche ist ein gemeinsamer Gesellschaftsabend, ausgerichtet vom Förderverein der Jugendoffiziere, bei dem im Beisein von Ehemaligen und anderen Ehrengästen die Kameraden verabschiedet werden, die im Sommer die Bundeswehr verlassen.

Fortbilungs- und Arbeitstagung

Die Srausberger genießen noch das herrliche Wetter am Sonntag Nachmittag, während die ersten Jugendoffiziere im Zentrum Informationsarbeit ankommen. Die lange Anreise – vor allem der Teilnehmer aus Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen – macht ein Kommen am Vortag der Tagung sinnvoll. Am Montag Mittag sind es dann 74 Öffentlichkeitsarbeiter, die sich im Tagungssaal eingefunden haben und von Oberstleutnant Samulowitz begrüßt werden. „Ich kann Ihnen eine intensive, lehr- und arbeitsreiche Woche versprechen“, stimmt er die Anwesenden auf die kommenden 5 Tage ein.

Die Jugendoffiziere im Mai 2016Er hält Wort, denn nach einem ersten Tag, der vor allem der Rückschau auf das vergangene Jahr dient, befassen sich die Tagungsteilnehmer dank hochwertiger Referenten aus Wissenschaft und Verteidigungsministerium mit folgenden Themen:

  • Weißbuch 2016
  • Maritime Einsätze in der Ägäis und vor der Küste Libyens
  • Nuklearwaffen als Herausforderung für die internationale Sicherheit
  • Flüchtlingshilfe
  • Entwicklung der Medienlandschaft in Deutschland

Neben viel Input durch die Referenten wird im Tagungssaal auch beherzt diskutiert, zum Beispiel als der Vortrag über Nuklearwaffen ansteht.

Jugendoffizier – ja oder nein?

Der emotionale Höhepunkt der Tagung ist wohl die Entscheidung zum Tätigkeitsbegriff. In den letzten zwei Jahren hatten sich Jugendoffiziere und militärische Führung intensiv mit dem Thema befasst, ob der Begriff „Jugendoffizier“ noch zeitgemäß sei und im Anbetracht unseres erweiterten Aufgabenspektrums nicht möglicherweise geändert werden müsse. Alternativen wie „Offizier für Öfentlichkeitsarbeit“ oder „Referent für Sicherheitspolitik“ hatten in Umfragen bei Lehrern und Multiplikatoren sehr gut abgeschnitten und waren eine ernstzunehmende Alternative.

Am Ende wird es eine knappe Entscheidung pro „Jugendoffizier“, die nicht alle Teilnehmer glücklich zurück lässt. Allen Beteiligten ist dennoch in den letzten zwei Jahren klar geworden, dass den Missverständnissen, die der Begriff oft hervorruft, entgegengewirkt werden muss.

Mit einem weinenden Auge…

Beim Gesellschaftsabend am Mittwoch werden traditionell die demnächst ausscheidenden Jugendoffiziere offiziell verabschiedet. Für viele ein emotionaler Moment nach meist drei oder mehr Jahren in einer der schönsten Tätigkeiten in der Bundeswehr. Oberstleutnant Willing – Leiter des Bereiches Bundeswehr und Gesellschaft am Zentrum Informationsarbeit – findet lobende und humorvolle Worte für jeden der 11 zukünftigen Ehemaligen. „Ich bin eigentlich kein emotionaler Mensch, aber jetzt muss ich schlucken…“ sagt Hauptmann Patrick Rohmann, während er den traditionellen Jugendoffizier-Teller als Abschiedgeschenk entgegen nimmt.

Ein neuer Vorstand

Auch der Förderverein ändert auf der Tagung sein Gesicht. Nach zwei Jahren gibt Kapitänleutant Moritz Brake, der bisherige 1. Vorsitzende, sein Amt ab und wünscht seinem Nachfolger Hauptmann Dr. Robert Krauss in alter Seemannstradition „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“. Auch Kassenwart und Webshop-Beauftrager haben neue Amtsinhaber.

So geht am Freitag tatsächlich die versprochene intensive Woche zuende, als sich 74 Jugendoffiziere wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreuen, um ab Montag wieder als Referenten für Sicherheitspolitik für Sie zur Verfügung zu stehen.