Jugendoffiziere sperren Besucher ein – erster Escape-Room der Bundeswehr

Ganz im Zeichen der Sicherheitspolitik – dem Aufgabengebiet der Jugendoffiziere – schufen die Soldaten drei Rätselräume, welche den drei Epochen der Bundeswehr gewidmet waren.

Düster mutet der Kellereingang zum Escape Room an

Während im ersten Rätselraum noch ein Hauch des Kalten Krieges und der Bundeswehr als Verteidigungsarmee wehte, wurden im nächsten Raum bereits aktuelle Auslandseinsätze thematisiert. Schließlich waren die Teilnehmer im dritten Raum mit dem Thema Cyber-Sicherheit und Hackerangriffen konfrontiert.

Auch Cyberkriminalität ist sicherheitspolitisch relevant

In jedem der Räume half nur gutes Teamwork und ein wenig Verständnis der Verteidigungspolitik, um letztlich die Rätsel zu knacken und weiter zu kommen. Hauptmann Florian Kling, Jugendoffizier in Mannheim, beschreibt das Szenario: „Natürlich haben wir uns auch ein passendes Szenario für die Teilnehmer ausgedacht und ihnen einen echten Auftrag mit auf den Weg gegeben. Noch bevor sich die Schleusentür schloss, erfuhren die Teilnehmer, dass Mannheim durch eine Hackerattacke ohne Strom sei. Der wichtige Kontakt zu den Soldaten im Auslandseinsatz sei abgerissen und nur wenn die Verbindung wiederhergestellt würde, sei es möglich, dass die Soldaten im Einsatzgebiet die notwendigen Informationen über die Angreifer erhielten und diese bekämpfen könnten.“

 

KptLt Heller erläutert den Teilnehmern das Szenario

Rund eine Stunde, je nach Schnelligkeit und Kombinationsgabe der Teilnehmer, dauerte der Spaß, um den Generator im letzten Raum zu aktivieren und sich selbst zu befreien. Dabei kamen beispielsweise auch Nachtsichtbrillen zum Einsatz, mit denen in einer dunklen Kammer Minen und Sprengkörper gezählt werden mussten. Unterdessen musste das restliche Team schnellstmöglich die versteckten Zahlen der Soldaten in den verschiedenen Einsatzgebieten suchen. Noch vor Beginn der Suche erklärt Frau Hauptmann Siobhán Whelan beruhigend: „Angst, wenn es in einigen Ecken sehr dunkel ist, muss niemand haben. Wir begleiten jede Gruppe und führen sie, falls sich jemand unsicher fühlen sollte, schnell wieder nach oben ins Freie“.

Die Zeit drängt! Irgendwo müssen doch Hinweise zu finden sein!

Kling resümiert: „Es war ein wirklich toller Erfolg, denn wir waren bereits zur Mittagszeit für alle verfügbaren Plätze restlos ausgebucht. Für den großen Aufwand und die wochenlange Vorbereitung von über 10 Jugendoffizieren ist es leider schade, dass die Rätselräume nur einen Tag für Besucher offenstanden. Aber vielleicht sind wir ja mit einem so guten Beispiel vorangegangen, dass es zukünftig einmal wieder einen Bundeswehr-Escape-Room geben wird.“

Hauptmann Kling resümiert: Es war ein voller Erfolg