Deutsch-französische Freundschaft – bewegend erlebt

Gemeinsam mit den Kölner Jugendoffizieren Kapitänleutnant Moritz Brake und Hauptmann Elmar Lodwig erlebten Studierende des Lehrstuhls für internationale Politik der Universität zu Köln an einem dreitägigen Seminar in Straßburg die internationalen Beziehungen Deutschlands mit Frankreich hautnah. Begleitet durch die Dozentin Maja Henke konnten die Studierenden vom 06. bis zum 08. Mai unterschiedlichste Aspekte der deutsch-französischen Kooperation in der Sicherheitspolitik kennenlernen und vertiefen. Neben der Besichtigung des Europäischen Parlaments bleibt besonders der Besuch beim Jägerbataillon 291 der Deutsch-Französischen Brigade in Erinnerung. Mit intensivem Austausch und Diskurs mit dort stationierten Soldaten, die aus ihrer Praxis, ihren Einsatzerfahrungen (u.A. in Mali) und ihrem Leben als deutscher Soldat im europäischen Ausland berichten konnten.

Auch war das Eurocorps ein spannender Gastgeber, der Vertreten durch den deutschen Pressereferenten, Oberstleutnant Stephan, einen breiten Überblick über europäische Sicherheitspolitik gewährte.

Straßburg ist immer ein inspirierender Seminarort im Herzen Europas, aber insbesondere dort, im Grenzgebiet, wo sich über Generationen Deutsche und Franzosen feindlich gegenüberstanden, war es ein überwältigendes Erlebnis mit Gänsehautfaktor, am 08. Mai die gemeinsam Gedenkfeier zum Ende des 2. Weltkrieges erleben zu können.


Was für ein Zeichen von Freundschaft und Versöhnung, wenn bei der militärischen Ehrenformation in Frankreich, genausoviele deutsche, wie französische Soldaten stehen. Und wenn nicht allein die französische, sondern auch die deutsche Nationalhymne erklingt. Die Feierlichkeiten zum Gedenken an die deutsche Kapitulation 1945 waren ein würdiger Abschluss für ein Seminar, dass Frankreichs und Deutschlands sicherheitspolitische Zusammenarbeit vor allem aus einer europäischen Perspektive betrachtet hat. Ein Europa, das in seiner Friedensbotschaft bewegend in Straßburg erlebbar war.